S.Y. Brynja´s Blog

Schlendern unter Segeln


Ein Kommentar

Der Sommer ist zurück

Sa, 20.07.2019

Hafentag

 

Selbstverständlich bleiben wir auf dieser Insel ein paar Tage!

Heute tagsüber S 4-5, morgens und abends 3, vormittags regnerisch.

Alles in allem haben wir den Eindruck, dass der Sommer zurück ist. Auf Schiermonnikoog sind die Wege durchaus lang, es lohnt sich, die Fahrräder auszupacken. Die Osthälfte der Insel ist allerdings absichtlich nicht mit Radwegen erschlossen.

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In ihrem natürlichen Lebensraum sieht man, wie effektiv die Tarnfarbe der Vögel ist.

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Der Strand ist riesig, selbst größere Touristenmassen verteilen sich da bis zur Unauffälligkeit.

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Sogar viel Platz beanspruchende Sportarten wie Strandsegeln sind kein Problem.

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Auch ohne Fahrrad ist man mobil, es gibt viel Verkehr mit vollelektrischen Bussen und Taxis.

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Abends gehen wir im Hafenrestaurant essen, es ist immer noch so empfehlenswert.

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Von da aus sehen wir die Gewitterfront, die sich über dem Festland unangenehm mit Starkregen und Hagel bemerkbar macht.

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So., 21.07.2019

Hafentag

 

W 5, sonnig und warm.

Ab drei Stunden vor Hochwasser bis einige Zeit danach gibt es bei diesem Wind Hafenkino im positiven Sinne. Boote tun sich in dem engen und vollen Hafen schwer bei Abfahrt und Ankunft. Natürlich gafft man, aber das läuft alles ohne Häme und Klugscheisserei, stattdessen mit selbstverständlichem Anpacken.
Die Atmosphäre ist im Hafen sowieso fast familiär, aber unaufdringlich. Das anderswo übliche lautstarke Verhalten mancher Segler gibt es nicht. Wer hier hinfährt ist in der Regel auch kein Anfänger, die schwierigen Anfahrtbedingungen sorgen für eine natürliche Auslese. Die meisten Boote bleiben zumindest ein paar Tage-

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Der einzige Ort der Insel ist jetzt dicht bevölkert, gerade am Wochenende kommen noch Tagesgäste hinzu.

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Mo., 22.07.19

Hafentag

 

Nachts hat es etwas geregnet. Vormittags SW 4, nachmittags W 5. Sommerwetter.

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Bei Niedrigwasser kann man den Verlauf und die Enge des Fahrwassers gut sehen.

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Die erwähnte Schlickbank im westlichen Teil der Hafeneinfahrt scheint etwa NAP –150 cm zu haben. Gegenüber den Stegen bleibt nicht viel Platz und der Schlick ist dort unrein, mit abgebrochenen Pfählen und Steinen durchsetzt.

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Schiermonnikoog

Fr., 19.07.2019, 10.05-11.30

Lauwersoog-Schiermonnikoog, 6 sm

Heute fahren wir rüber zu der Insel, die uns von den niederländischen die liebste ist. Damit liegt sie sogar noch knapp vor Vlieland.

Wir sind nicht die einzigen, die das vorhaben. Deshalb starten wir früh, um mit dem ersten ausreichenden Wasser in den Hafen zu rutschen und noch ein gutes Plätzchen zu finden. Man hat nur ein kleines Zeitfenster, in dem man die Insel mit dem Boot erreichen kann.

Wind findet nicht statt, aber sechs Meilen motoren geht gerade noch.

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In den Fahrrinnen ist wieder mal ein Baggerschiff zugange.

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HW ist heute um 13.05. Wir fahren 10.05 los und sind 11.15 am Beginn der Zufahrt nach Schiermonnikoog. Die ersten Boote kommen uns entgegen, Plattbodenschiffe mit geringem Tiefgang.

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Wir lassen sie durch und gehen dann selbst auf den Parcours. Ab der Stelle, wo nur noch rote Tönnchen und Pricken den Weg zeigen wird es spannend.

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Man hat weniger als zwei Meter Wassertiefe und die Fahrrinne mag bestenfalls 20 m breit sein. Wir brauchen 1.3 m für unser Boot. Als wir uns den kritischen Stellen nähern laufen aus dem Hafen mehrere große Boote aus.

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Prima Timing, denen müssen wir an den kritischsten Stellen begegnen.

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Man weiß nie, ob das mehr Gedankenlosigkeit oder mehr Rücksichtslosigkeit ist. Jedenfalls werden dadurch regelmäßig Boote in den Schlick gedrückt. Meistens kommen sie, mit oder ohne fremde Hilfe, rechtzeitig wieder frei.

Wir haben Glück, das Wasser ist durch die Springzeit hoch und hat heute noch einen weiteren Bonus bekommen. Als geringste Tiefe messen wir beim Ausweichen 1.20, schleifen also schon mit dem Kiel durch den Modder. In der Rinne dürften es da etwa 1.7 m gewesen sein.

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Im Hafen steht erstaunlich viel Wasser, zur Hochwasserzeit 3 m, bei Niedrigwasser bleiben immer noch 1.2 m. Da hat sich durch die Injektionsspülungen im Frühjahr tatsächlich drastisch etwas verbessert!

Hochwasser:

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Niedrigwasser:

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Abends kann man bei annähernd Niedrigwasser von der Hafeneinfahrt aus gut sehen, wie eng das Fahrwasser ist und wie ernst man Tonnen und Pricken nehmen muss.

Am Westrand der Hafeneinfahrt ist in Verlängerung der Spundwand eine Untiefe entstanden, bei den meisten Wasserständen knapp unter Wasser und unsichtbar. Reicht aber offenbar, um sich beim Ausfahren fest zu fahren!

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Wir machen natürlich zuerst einen langen Gang durch den Ort

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und zum Nordseestrand.

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Der Strand ist hier besonders ausgedehnt.

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Es ist trotz des herrlichen Sommerwetters erstaunlich wenig los.

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Auch die Wattseite hat ihre Reize.

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Spätabends beginnt es leicht zu regnen. Wir sitzen gerade mit Freunden im Cockpit und haben Gelegenheit, das zügige Aufbauen der Kuchenbude zu üben.

Nachts regnet es richtig und für morgen sind die Aussichten wenig optimistisch.

Offizielle Messwerte für Tüftler:

HW 13.05, NAP +122 cm

NW 19.25, NAP -131 cm

LAT = NAP -168 cm


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Akkuwartetag

Do., 18.07.19, Hafentag

 

Leider verzögert sich die Lieferung. Bis spätestens halb zwölf hätten wir losfahren müssen, um das enge Zeitfenster des Hochwassers auf Schiermonnikoog zu nutzen. Wird nichts, der Akku ist erst um zwei fertig eingebaut. Lange Gesichter und schadhafte Stimmung, Lauwersoog ist kein Ort, um länger zu verweilen. Genaugenommen ist es überhaupt kein Ort, sondern nur Hafen, Fährterminal und Bungalowpark.20190718_111630 1300_thumb[1]

 

Die Ausschilderung der Gehrichtung ist eindeutig. Im Niederländischen heißt meer Binnensee und zee Meer.

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Immerhin war das Wetter sommerlich nett. Sogar die Möwen bekamen Fischeis.

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Akkubestelltag

Mi., 17.07.19, Hafentag

 

Unser Akku wird immer schwächer. Diesmal war er schon nach ein paar Stunden leer. Deshalb ist jetzt ein Austausch fällig. Hier haben wir die letzte Gelegenheit dafür. Die deutschen Inseln sind nämlich versorgungsmäßig ganz übel, die berüchtigte deutsche Servicewüste in Reinkultur. Der Tag fängt schön an.

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Im Fischereihafen gibt es ein Geschäft für Bootsbedarf. In den Fischereihäfen mag ich derartige Läden besonders. Da haben sie zwar keinen Schnickschnack, aber vernünftiges erprobtes Material. Schließlich kaufen da in erster Linie Fischer und andere Berufsseeleute ein.

Ein passender Akku ist nicht vorrätig, wird aber für den nächsten Tag bestellt. Angeblich soll er früh genug da sein, damit wir noch nach Schiermonnikoog rüber fahren können.
Wir sehen uns den Binnenhafen an, daneben in einem Bungalowpark ist die einzige Einkaufsmöglichkeit.

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Einen kleinen Hafen mit alten Schiffen gibt es auch.

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Dank des Sommerwetters bekommen wir den Tag gut rum.

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Überfällige Arbeiten wie das Einziehen einer  neuen Rollleine für die Genua sind endlich dran. Das Handtuch soll fallende Schräubchen auffangen.

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Lauwersoog

Di., 16.07.19, 07.30-20.40

Vlieland – Lauwersoog, 63 sm

 

Im Idealfall würden wir uns mit dem letzten ablaufenden Ebbwasser rausspülen lassen und dann mit der Gezeitenströmung nach Osten segeln. Das würde einen Start gegen halb elf bedeuten. Für den Nachmittag und Abend ist aber bis zur Unbrauchbarkeit abnehmender Wind angesagt. Deshalb versuchen wir einen Kompromiss und fahren gegen halb acht los. Das bedeutet zunächst Gegenstrom, aber wir hoffen so auf möglichst wenig motoren.

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Auf See finden wir 1.8 m hohe alte Dünung vor, die aus etwas anderer Richtung als die aktuellen Windwellen kommt. Das führt anfangs zu etwas Unwohlsein, Regine wird es den ganzen Tag nicht los. vlcsnap-2019-07-18-20h36m38s691 1300

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Immerhin ist in den ersten Stunden mit WNW 3-4 Wind genug, um zügig voran zu kommen. Nachmittags lässt der Wind wie angedroht auf 2-3 nach. vlcsnap-2019-07-18-20h35m11s455 1300

Das führt dazu, dass jede größere Welle uns anschiebt und schneller als der Wind werden lässt. Dann schlagen die Segel und es kracht im Rigg. Das lässt sich eine Zeit lang mildern,indem wir ab 14.00 vor dem Wind kreuzen. Dadurch kommt der Wind mehr von der Seite und ist wirkungsvoller. Dieser Zustand wird abends so unerfreulich, dass wir schweren Herzens den Motor starten. Das Westgat, die Durchfahrt zwischen Ameland und Schiermonnikoog, ist nur in einer schmalen gewundenen Fahrrinne befahrbar. Dicht daneben ist zu beiden Seiten Brandung zu sehen.

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Mittlerweile ist von Wind fast gar nichts mehr zu spüren und wir motoren die restliche Strecke. Um halb neun sind wir im Außenhafen von Lauwersoog. Wir erleben zum ersten Mal, dass er voll ist.

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Fast herbstliche Hafentage

Do, 11.07.19, Hafentag

Vormittags SW 4, nachmittags 5.

Der neue Wintergarten macht das Wetter erträglicher.

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Die Spaziergänge fallen erst mal etwas kürzer aus.

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Auf Vlieland klappt es gut, die Boote nach Länge getrennt und Motorboote separat unterzubringen.

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Fr.,12_07.19, Hafentag

Vormittags schlappwindig, nachmittags NW 4.
Sonnig, warm, Strandtag, nicht viel los.

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Sonnabend,13.07.19, Hafentag

Morgen eine halbe Stunde Regen, sonst bedeckt, NW 4, aber nur 17 °. Da ist das Wasser mit 18° wärmer.

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Bei dem trockenen harzigen Unterholz glaubt man das.

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Sonntag, 14.07.19, Hafentag

Immer wieder Schauer, bedeckt, 17 °. Gut, dass wir die Kuchenbude haben!

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Auch die Induktionsplatte bewährt sich wieder gut und hilft, Gas sparen.

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Mo., 15.07.19, Hafentag

NW 4-5, 16°, vormittags bedeckt, nachmittags zeitweise sonnig, kalt.

Allmählich haben wir genug vom Faultier-Modus.

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Aber wir haben uns fest vorgenommen, erst bei angenehmen Bedingungen weiter zu fahren. Vor allem Regen wollen wir nicht. Auf Vlieland Zeit zu verbummeln ist aber nicht wirklich eine Strafe, zumindest wenn man beispielsweise lange Strandspaziergänge und lesen mag.

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Immer wieder kommen Schiffe der braunen Flotte, meist mit Jugendgruppen. Dann gibt es sogar schon mal Stau vor der schmalen Hafeneinfahrt.

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Wer die Geschichte hören will, muss die Energie dafür durch Drehen des Steuerrades selbst erzeugen.

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Es gibt am Strand durchaus alternative Methoden, sich warm zu halten.

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Wir rechnen Optionen für den weiteren Törn durch und verwerfen sie wieder. Südwestholland, also Zeeland, wäre so eine Möglichkeit gewesen. Da ist das Wetter meistens sonniger als im restlichen Holland. Auch Ärmelkanal oder England waren im Rennen.

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Vlieland

Mi., 10.07.19, 12.00-17.15

Makkum-Vlieland, 27 sm

 

Bei leichtem Regen fahren wir die Meile bis zur Schleuse. Diesmal geht es zügig, nach einer halben Stunde sind wir durch Schleuse und Brücke.

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Endlich wieder im Salzwasser, jetzt fängt der Urlaub erst richtig an. Bis Harlingen segeln wir ziemlich vor dem Wind und deshalb nur mit der Genua. Nach einer Stunde kommt vor Harlingen das Groß dazu und es geht richtig ab. Der SW-Wind geht ab Mittag von 3-4 auf 4-5 und zuletzt 5-6 hoch. Regen gibt es zwar auch ab und zu, aber der kann das pure Segelvergnügen nicht trüben.

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Mit Höchstfahrt rauschen wir gen Vlieland, vom Gegenstrom merken wir kaum etwas. Wir gönnen es uns, fast bis zum Hafen zu segeln, obwohl das zuletzt doch einen Kreuzschlag erfordert.

Vlieland ist gar nicht so voll wie erwartet.

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Wir können uns einen Platz aussuchen, es sind sicher noch 40 frei.

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