S.Y. Brynja´s Blog

Schlendern unter Segeln


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Die Tage werden wieder länger…

…der Weihnachtsbaum steht kurz vor dem Abtakeln.

Jetzt darf die Vorfreude aufs Segeln konkreter werden.

Bald haben wir dafür mehr Zeit. Deshalb sichten wir mal, was mit den Jahren so an Revierführern zusammengekommen ist.

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Es wird auch mal wieder Zeit, sich mit dem Thema Navi-Software zu beschäftigen. Für den Vergleich müssen alle passenden Displays ran.

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Die Überraschung ist für mich, dass OpenCPN jetzt mit den oeSenc-Karten eine sehr interessante Alternative ist. Von den Funktionen und Möglichkeiten her eindeutig führend locken auch die niedrigen Preise. Leider gibt es außerhalb der deutschen Gewässer noch keine Ostsee-Karten. Der Austausch mit den Entwicklern ist super und auf deutsch.

Navionics arbeitet immer noch am geschmeidigsten, ist aber von der Aktualität her unzuverlässig wie eh und je. Immerhin reagieren sie jetzt zügig auf Anregungen. Nach meinem Hinweis, dass der Windpark zwischen Lemmer und Urk seit drei Jahren fehlt, reagierte die Firma innerhalb von zwei Wochen. Es gab sogar eine Vollzugsmeldung (englisch). Allerdings hapert es bei anderen wichtigen Stellen immer noch. AIS fehlt immer noch, soll aber als Layer für iAIS möglich sein.

WinGPS ist für die niederländischen Gewässer nach wie vor der Maßstab, aber teuer. Die Tablet-Version ist immer noch mager, da tut sich nicht viel. Der Support ist telefonisch sehr nett (deutsch), per Email belanglos (englisch).

Die deutschen Karten werden leider nicht so gut aktualisiert wie die niederländischen.

iSailor ist immer noch die preiswerteste Lösung, schon wegen der lebenslangen vierteljährlichen Updates. Die Android-Version hinkt traditionell etwas hinter der Apple-Version her, was einige Funktions-Details angeht.

Die NV-Karten und ihre Software sind für alles ausreichend, zumal gratis bei den Papierkarten enthalten.

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Besuch in Helsinki

Damit wir unsere Enkel nicht aus den Augen verlieren haben wir den Herbsturlaub diesmal als Helsinki-Trip gestaltet. Ein Teil unseres Nachwuchses ist dorthin gezogen.
Mit der Bahn nach Düsseldorf klappt es reibungslos, wir hatten aber wegen aktueller schlechter Erfahrungen reichlich Zeitpolster eingeplant. Der Flug im Dunkeln ist ereignislos. Erst im Sinkflug haben wir fast zuletzt freien Blick auf eine Stadt, es dürfte Tallinn gewesen sein.

20171025_001232-2Die öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Helsinki erweisen sich als gut und transparent organisiert, mit der Bahn und zu Fuß sind wir spät abends am Ziel. Englisch spricht hier praktisch jeder.
Es ist deutlich kälter als zuhause, knapp über Null.

Am nächsten Tag scheint die Sonne und lockt uns zur ersten Stadtbesichtigung. Laut Wetterprognose soll es der einzige sonnige Tag sein, das muss man ausnutzen!

Die Universität ist unter anderem auch teilweise in schönen alten Gebäuden untergebracht.20171025_121331-2

Die finnische Nationalbibliothek.

20171025_121326-2Das Senatsgebäude, heute Regierungsgebäude.

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Die lutherische Domkirche ist frisch herausgeputzt zum Lutherjahr. Bei diesem Wetter strahlt dieses inoffizielle Wahrzeichen Helsinkis förmlich. Innenbesichtigungen heben wir uns für schlechteres Wetter auf.20171025_121859-2

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20171025_121930-220171025_131046-2Das Ständehaus.

20171025_132701-2Die architektonischen Zeugnisse von Helsinkis und damit weitgehend auch Finnlands Geschichte konzentrieren sich auf ein relativ kleines Gebiet der Stadt. Zu Fuß kann man alles erreichen.

Abends beginnt es zu schneien und am nächsten Tag ist Winter.

20171026_100330-2Hierzulande ist man darauf eingerichtet, auch so früh im Jahr schon. An vielen Eingängen gibt es die Möglichkeit, seine Schuhe vom Gröbsten zu reinigen.

20171026_111140-2Die ersten Autos haben schon Spikes-Reifen drauf, das kennt man bei uns gar nicht mehr.

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In der Innenstadt geht der Schnee leider vorübergehend in Schneeregen und Matsch über.20171026_123055-2Die Segelsaison scheint weitgehend vorbei zu sein.20171026_122602-2Helsinki erweist sich als Hauptstadt der Pfützen! Irgendwie scheint es bei dem felsigen Untergrund nicht so einfach mit der Drainage zu sein.

20171026_122528-2Zum Glück nehmen Bus- und Autofahrer darauf weitestgehend Rücksicht und versuchen, einen nicht zu bespritzen.

20171026_150440-2In der Innenstadt und einigen anderen Arealen Helsinkis  sind Drohnen unerwünscht.

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Es gibt viele wetterunabhängige Möglichkeiten zum Einkaufen, Essen gehen, usw. 20171026_134854-220171026_135243-2

Sobald wir aus der Innenstadt in die etwas höher gelegenen und weiter vom Wasser entfernten Stadtteile kommen ist wieder Winter.

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Der nächste Tag lässt sich vom Wetter her zunächst auch noch winterlich an.20171027_082354-220171027_113902-2

Dieses Monument ist aus alten Autoreifen zusammengebogen.20171027_120436-2Wir fahren auf die Insel Seurasaari. Hier sind historische Holzhäuser aus ganz Finnland aufgebaut.

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Außerdem sind die Vögel und Eichhörnchen besonders zutraulich.

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Das Winterwetter weicht zusehends zurück. Leider wird es durch Dauerregen ersetzt. Nach dem Kaliber der Fallrohre zu schließen ist das hier nicht ungewöhnlich. Es passt auch zu den Pfützen.

DSC02109-2Viele Gehwege sind noch im ursprünglichen Zustand, aber Gummistiefel sind hier eh angesagter als High Heels.

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Ich habe einen Tag für mich und mache eine ausgiebige Erkundungstour abseits der bisherigen Routen. In einer Hand den Schirm, in der anderen die Kamera. An der Wasserfront brauche ich allerdings beide Hände für den Schirm. Vieles davon würde ich auch gerne mal bei schönem Wetter sehen.

Mitten in einem alten Viertel liegt die Felsenkirche, in den Fels hinein gesprengt.

DSC02130-2Leider öffnet sie erst in zwei Stunden für Besucher.

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Da bin ich schon an einer anderen Kirche, der Uspenski – Kathedrale. Schade, die hat für Besucher gerade geschlossen…DSC02204-2

Also schaue ich wenigstens mal in die Domkirche rein und finde sie unerwartet schlicht.

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Natürlich zieht es mich auch zu den Häfen, wo es mächtig windig ist. Kein Vergleich allerdings mit dem Sturm, der zur selben Zeit Norddeutschland strubbelig macht.

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In den Häfen für die Sportboote ist kaum noch etwas los. Ich sehe nur einen einzigen aktiven Segler.

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Man sieht gut den Schärencharakter der Küste, sicher nicht immer einfach für das Navigieren.

DSC02168-2DSC02178-2Die Liegemöglichkeiten mitten in der schönen Altstadt beziehungsweise in noblen Quartieren sehen verlockend aus. Für einen Sommertörn allerdings!

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In Helsinki sind etliche Filme gedreht worden, die angeblich in Russland spielten. Die Architektur zeigt auch in vielen Vierteln starke Ähnlichkeiten.DSC02108-2DSC02132-2DSC02188-2DSC02190-2Auch den passenden Friedhof gibt es dazu.

DSC02143-2In diesem unscheinbaren Gebäude ist die Sibelius Akademie, unter anderem Quelle von interessantem Jazz, beispielsweise dem Trio

Mopo: Tökkö

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Kultur scheint einen hohem Stellenwert im öffentlichen Raum zu haben. Natürlich werfen die diversen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Staates Finnland überall ihre Schatten voraus.

DSC02123-2Es gibt mehr zu sehen, als ich hier auf die Schnelle beschreiben kann.

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Bei besserem Wetter wäre auch das Leihen eines der überall präsenten Fahrräder eine Option gewesen.DSC02208-2

Zum Abschluss des Tages gönne ich mir einen einheimischen Burger

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und dann geht es mit den wirklich guten Bussen zurück. Die halten übrigens nur, wenn man ihnen als Wartender an der Haltestelle ein Handzeichen gibt!DSC02116-2

Am Sonntag ist der morgendliche Blick aus dem Fenster trist. Keine Spur von Winter mehr.20171029_080740-2Da fällt es etwas leichter, wieder nach Hause zu müssen. Diesmal fliegen wir nachmittags 20171029_163919und haben etwa ab Gotland Bodensicht. So können wir uns schon mal die ostschwedischen Schären ansehen, die auf unserer seglerischen Wunschliste stehen.DSC02298-2Bald sind wir über vertrauten Gegenden.

20171029_183418Die Landung ist wegen des noch kräftigen Windes moderat rumpelig. Allerdings hat die Bahn wegen des Sturmes wieder vorsorglich die Flügel gestreckt. Gefühlt war das früher anders.
Unser ICE ist abgesagt und wir bummeln mit Regionalzügen nach Hause. Sitzplätze werden gemeinhin überschätzt, Stehen ist sowieso viel gesünder!

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Rolle rückwärts

Wir werden das Boot zur Saison 2018 verkaufen.

Unsere Planungen für die Ruhestandszeit mussten wir den gesundheitlichen Realitäten anpassen.

Da ist ganz viel Wehmut bei, denn dieses besondere Boot war genau richtig für uns. Aber die Alternative wäre der Verzicht auf einen Ruhestand unter Segeln.

Nun hat sie erstmal in der Halle ihre Winterruhe.

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Wir werden uns also auf ein kleineres, leichteres und für jeden von uns beiden einhandtaugliches Boot zurückbesinnen.
Außerdem werden es vorwiegend weniger anspruchsvolle Fahrtgebiete werden.


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Langes Wochenende auf Borkum

 

An diesem langen Wochenende fahren wir erst Donnerstagmorgen zum Boot, um dem Kurzurlaubsverkehr zu entgehen.

 

Hochwasser ist gegen Mittag und nachmittags kreuzen wir mit der Ebbe unter komfortablen Bedingungen nach Borkum.

Unterwegs treffen wir die derzeitig charakteristischen Schiffe für die Westerems: Autotransporter sowie Schiffe und Plattformen für die Offshore- Industrie. IMG_4322-2

Solche Pontons zum Transport der riesigen Windturbinen-Propeller sind zwischen 70 und 100 m breit und erfordern eine sorgfältige Regulierung der übrigen Schifffahrt.

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Wir lassen uns nicht hetzen und der Motor bleibt aus. Es reicht uns völlig, bei Niedrigwasser anzukommen, wir müssen weder bei Baalmann noch beim Verein unbedingt ein Plätzchen finden.

 

Erste Wahl wäre natürlich der Vereinshafen gewesen, das sind die beiden Pontonstege links (Westseite). Da ist natürlich nichts mehr frei. (Die Stege werden im Uhrzeigersinn gezählt.)

Bei Baalmann wäre kein Reinkommen mehr, der Hafen verschlickt leider immer mehr.

 

Also probieren wir aus, wie es dieses Jahr an den Pontonstegen 3 bis 5 (Nordseite) aussieht. Das ist der ehemalige Marinehafen mit den berüchtigten sanitären Einrichtungen. Überraschend hat sich dort einiges geändert und weitere Verbesserungen werden uns von Ilona, der Hafenmeisterin, in Aussicht gestellt. Sie ist auch für die Berufsschiffe zuständig.

Das alte Sanitätsgebäude wurde dichtgemacht. Ersatzweise gibt es gegenüber des Hafenmeisterbüros zwei neue Sanitärcontainer. Sauber und gepflegt, aber natürlich von der Kapazität her ein Provisorium.

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Das alte Gebäude soll abgerissen werden, ein neues Gebäude mit sanitären Einrichtungen und Hafenmeisterin-Büro relativ kurzfristig gebaut werden.

An vielen Stellen wurde die Beplankung der Pontons erneuert, allerdings fehlt es jetzt an Klampen und Pollern. Man muss zusehen, dass man erst einmal eine Leine an Land bekommt und sich dann in Ruhe irgendwie fest tüdelt.

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Die Hafenmeisterin ist sehr hilfsbereit und taucht mehrmals am Tag auf. Sie ist nicht wirklich über Funk zu erreichen, aber zuverlässig über ihr Handy.

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Für Yachten ist grundsätzlich zunächst die Ostseite von Steg 3, IMG_4301-2

danach die Westseite von Steg 4 vorgesehen. IMG_4303-2

 

Die äußeren 30 m dieser Stege sind allerdings Offshore-Schiffen, bzw. Lotsenbooten vorbehalten. Das soll den Sinn haben, dass diese als Wellenbrecher für die Yachten fungieren. Fast alle dieser Schiffe sind mittlerweile rücksichtsvoll, sowohl bei An- und Abfahrt als auch im Hafen.

Die Plätze an Steg 3 sind zu bevorzugen, weil von eventuellem Schwell weniger betroffen als die an Steg 4. An Steg 3 ist auch die Rampe bereits geräuschgedämmt, an Steg 4 quietscht sie noch erbärmlich.

 

Der Freitag beginnt mit dichtem Nebel.

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Danach wird es sonnig, aber Seenebel-Schwaden ziehen am Wassersaum noch den ganzen Tag entlang.

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Auf dem Wetterradar kann man gut sehen, dass wir genau am Südrand eine großen Nebelgebietes liegen. Screenshot_2017-05-26-21-09-00

Wir tummeln uns mit den Falträdern.

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Am Strand ist schon sommerliches Treiben,

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auch wenn Badegäste und Kutschen gelegentlich vom Nebel verschluckt werden.IMG_4353-2

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Abends schauen wir uns den Baalmann-Hafen an. Wir wollen wissen, wo wir am besten liegen können.

Das ist schwer zu beschreiben, deshalb kann sich hier jeder anhand der unkommentierten Fotos selbst ein Bild machen. Pegelstand bei diesen Aufnahmen ist etwa SKN (Seekarten-Null).

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Öffnungszeiten usw. sind unverändert geblieben.

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Die “Lagune” vor dem Hauptstrand scheint sich weiter zu schließen und weist einen deutlichen Drempel auf.

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Freunde sind mit ihrem Boot (1.25 m Tiefgang) weiter gefahren nach Juist, wo es proppenvoll ist. Sie finden gerade noch im Päckchen einen Liegeplatz gleich hinter der Einfahrt. Das stellt sich bei Niedrigwasser als spannende Angelegenheit heraus.

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Wir bleiben das ganze sommerliche Wochenende auf Borkum und haben auch für die Rückfahrt ideale Bedingungen.

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Viel zu früh sind wir im heimischen Hafen, aber es sind ja bald noch weitere lange Wochenenden.


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Alte Rettungswesten 

Eine alte Freundin hat mir zwei Rettungswesten geschickt.  Sie stammen noch aus Shark- und Najade-Zeiten,  laut Etiketten 1999 hergestellt. Gewartet worden sind sie nie. Eine Compass-Weste und eine Kinderweste von Kadematic.

Vor ihrer Verwertung wollen wir ausprobieren, ob sie noch funktioniert hätten. Dafür werfen wir sie einfach in der Badewanne ins Wasser.


Die Ergebnisse sind erfreulich,  beide Westen funktionierten noch.  Die Compass löst sofort aus,  die Kadematic nach 13 Sekunden. Beide sind dabei so temperamentvoll,  dass das ganze Badezimmer vollgespritzt wird. Danach kommen beide Westen für 24 Stunden nach draußen.  Jetzt wollen wir wissen, ob sie die Luft auch noch halten. Auch dabei zeigen sie keine Schwächen und bleiben prall. 


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Juist muss sein

 

 

Nachdem es Ostern mit Schiermonnikoog so schön geklappt hat wollen wir auch Juist gleich zu Saisonbeginn besuchen. Die Gezeiten liegen passend, das Wetter soll angenehm werden.

Den ursprünglichen Plan, noch am Freitagnachmittag nach Borkum zu fahren, kippen wir. Das wäre unnötige Hetzerei und Borkum werden wir noch oft genug sehen.
Stattdessen gehen wir abends lieber gut essen. Im Hotel Termunterzijl kann man das, nicht nur nach niederländischen Maßstäben. Es ist auch für gehobene deutsche Ansprüche und Erwartungen uneingeschränkt zu empfehlen.

 

Am Samstag geht es mit dem ersten Licht und gerade noch genug Wasser unterm Kiel los.

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Ab etwa halber Tide sind die Leitdämme der Zufahrt nicht mehr unter Wasser und man erspart sich die kräftige Querströmung.

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Fünf Minuten minimaler Regen sind alles, was dieses verlängerte Wochenende uns an Niederschlag zu bieten haben wird.

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Der Wind passt genau für angenehmes Segeln.

Vor dem Wattenhoch Osterems müssen wir eine Zeit lang ankern. Die Tonnen liegen noch auf der Backe, also kein Durchkommen für uns.

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Nachdem sie dank der Flut aufgeschwommen sind reicht es bald auch für unseren Tiefgang und wir können weiter.

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Schon von weitem sehen wir durchs Fernglas fast keine Masten im Hafen von Juist. Stattdessen brettern viele Motorboote zur Insel.

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Im Hafen bestätigt sich der Eindruck, wir zählen 23 Motorboote und vier Segelboote. Das bedeutet in der Regel zumindest zeitweise eine gewisse Lautstärke und ganz allgemein ein anderes Flair als in einem von Segelbooten geprägten Hafen. Aber dem Segelverein als Betreiber des Hafens kann es wurscht sein, Hauptsache überhaupt Einnahmen. Schließlich haben sie durch das notwendige Entschlicken des Hafens jedes Jahr erhebliche Unkosten zu stemmen.

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Zunächst sieht es tiefenmäßig ganz nett aus, hier etwa zwei Stunden vor Niedrigwasser.DSC00328

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Nachdem der Wind von Nordwest auf Südost gedreht und kräftig zugelegt hat, fehlt ein halber Meter Wasser im Watt.

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Man kann dadurch die Unterschiede zur Situation vom vorigen Jahr gut sehen. Die Fotos  zeigen die Situation etwa eine Stunde vor Niedrigwasser.

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Der Steg an der Spundwand krängt bei Niedrigwasser.

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Vor der Zufahrt zum Hafen ist ein Drempel stehen geblieben, mit einem schmalen Durchlass in der Mitte.

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Im Fährhafen ist der Schlick in dem Bereich für Yachten und Plattbodenschiffe liegen geblieben. Auf Tiefe gebracht wurde offenbar nur der konkrete Bereich für die Fähren.

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Längs des mittleren Steges ist eine Art Rinne. Man sitzt mit der Mitte des Bootes quasi auf einem langgezogenen Buckel

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Das Eggenboot liegt noch im Hafen, vielleicht dreht es noch eine Runde…

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Im Ort beginnt gerade erst die Saison.

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Das Strandleben ist bei dem kalten und kräftigen Wind noch gedämpft.

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Wir erleben das Aufstellen des Maibaumes mit, ein örtliches Event.

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Auch folkloristische Einlagen dürfen nicht fehlen.

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Eigentlich wollten wir am Sonntag zurückfahren, aber Südost 6 hätte bedeutet, den ganzen Tag gegenan zu dieseln. Das wollen wir uns nicht antun.

Erst Montagnachmittag zu fahren wird zwar schon wieder zeitlich knapp, ist aber trotzdem die angenehmere Lösung. Da der Wind abnimmt und noch etwas östlicher dreht kommen wir wenigstens zeitweise zum Segeln.
Ab dem Wattenhoch bleibt der Wind rasch weg.

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Das Wasser á la Augsburger Puppenkiste hat immerhin den Vorteil, dass wir die Schweinswale schön beobachten können.

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Das Motoren gegen die starke Strömung der Ems ist ätzend, aber wir haben zeitlich keinen Spielraum.
Mit dem letzten Licht und gerade noch genügend Wasser unter dem Kiel kommen wir in Termunterzijl an, so wie wir auch abgefahren sind. Und zu Hause sind wir mal wieder erst um Mitternacht. Der Rückreiseverkehr blieb uns dadurch wenigstens erspart.