S.Y. Brynja´s Blog

Schlendern unter Segeln


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Sommerurlaub 2017

Ich habe die Beiträge aus diesem Sommerurlaub hier chronologisch zusammengefasst.

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Langes Wochenende auf Borkum

 

An diesem langen Wochenende fahren wir erst Donnerstagmorgen zum Boot, um dem Kurzurlaubsverkehr zu entgehen.

 

Hochwasser ist gegen Mittag und nachmittags kreuzen wir mit der Ebbe unter komfortablen Bedingungen nach Borkum.

Unterwegs treffen wir die derzeitig charakteristischen Schiffe für die Westerems: Autotransporter sowie Schiffe und Plattformen für die Offshore- Industrie. IMG_4322-2

Solche Pontons zum Transport der riesigen Windturbinen-Propeller sind zwischen 70 und 100 m breit und erfordern eine sorgfältige Regulierung der übrigen Schifffahrt.

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Wir lassen uns nicht hetzen und der Motor bleibt aus. Es reicht uns völlig, bei Niedrigwasser anzukommen, wir müssen weder bei Baalmann noch beim Verein unbedingt ein Plätzchen finden.

 

Erste Wahl wäre natürlich der Vereinshafen gewesen, das sind die beiden Pontonstege links (Westseite). Da ist natürlich nichts mehr frei. (Die Stege werden im Uhrzeigersinn gezählt.)

Bei Baalmann wäre kein Reinkommen mehr, der Hafen verschlickt leider immer mehr.

 

Also probieren wir aus, wie es dieses Jahr an den Pontonstegen 3 bis 5 (Nordseite) aussieht. Das ist der ehemalige Marinehafen mit den berüchtigten sanitären Einrichtungen. Überraschend hat sich dort einiges geändert und weitere Verbesserungen werden uns von Ilona, der Hafenmeisterin, in Aussicht gestellt. Sie ist auch für die Berufsschiffe zuständig.

Das alte Sanitätsgebäude wurde dichtgemacht. Ersatzweise gibt es gegenüber des Hafenmeisterbüros zwei neue Sanitärcontainer. Sauber und gepflegt, aber natürlich von der Kapazität her ein Provisorium.

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Das alte Gebäude soll abgerissen werden, ein neues Gebäude mit sanitären Einrichtungen und Hafenmeisterin-Büro relativ kurzfristig gebaut werden.

An vielen Stellen wurde die Beplankung der Pontons erneuert, allerdings fehlt es jetzt an Klampen und Pollern. Man muss zusehen, dass man erst einmal eine Leine an Land bekommt und sich dann in Ruhe irgendwie fest tüdelt.

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Die Hafenmeisterin ist sehr hilfsbereit und taucht mehrmals am Tag auf. Sie ist nicht wirklich über Funk zu erreichen, aber zuverlässig über ihr Handy.

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Für Yachten ist grundsätzlich zunächst die Ostseite von Steg 3, IMG_4301-2

danach die Westseite von Steg 4 vorgesehen. IMG_4303-2

 

Die äußeren 30 m dieser Stege sind allerdings Offshore-Schiffen, bzw. Lotsenbooten vorbehalten. Das soll den Sinn haben, dass diese als Wellenbrecher für die Yachten fungieren. Fast alle dieser Schiffe sind mittlerweile rücksichtsvoll, sowohl bei An- und Abfahrt als auch im Hafen.

Die Plätze an Steg 3 sind zu bevorzugen, weil von eventuellem Schwell weniger betroffen als die an Steg 4. An Steg 3 ist auch die Rampe bereits geräuschgedämmt, an Steg 4 quietscht sie noch erbärmlich.

 

Der Freitag beginnt mit dichtem Nebel.

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Danach wird es sonnig, aber Seenebel-Schwaden ziehen am Wassersaum noch den ganzen Tag entlang.

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Auf dem Wetterradar kann man gut sehen, dass wir genau am Südrand eine großen Nebelgebietes liegen. Screenshot_2017-05-26-21-09-00

Wir tummeln uns mit den Falträdern.

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Am Strand ist schon sommerliches Treiben,

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auch wenn Badegäste und Kutschen gelegentlich vom Nebel verschluckt werden.IMG_4353-2

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Abends schauen wir uns den Baalmann-Hafen an. Wir wollen wissen, wo wir am besten liegen können.

Das ist schwer zu beschreiben, deshalb kann sich hier jeder anhand der unkommentierten Fotos selbst ein Bild machen. Pegelstand bei diesen Aufnahmen ist etwa SKN (Seekarten-Null).

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Öffnungszeiten usw. sind unverändert geblieben.

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Die “Lagune” vor dem Hauptstrand scheint sich weiter zu schließen und weist einen deutlichen Drempel auf.

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Freunde sind mit ihrem Boot (1.25 m Tiefgang) weiter gefahren nach Juist, wo es proppenvoll ist. Sie finden gerade noch im Päckchen einen Liegeplatz gleich hinter der Einfahrt. Das stellt sich bei Niedrigwasser als spannende Angelegenheit heraus.

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Wir bleiben das ganze sommerliche Wochenende auf Borkum und haben auch für die Rückfahrt ideale Bedingungen.

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Viel zu früh sind wir im heimischen Hafen, aber es sind ja bald noch weitere lange Wochenenden.


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Alte Rettungswesten 

Eine alte Freundin hat mir zwei Rettungswesten geschickt.  Sie stammen noch aus Shark- und Najade-Zeiten,  laut Etiketten 1999 hergestellt. Gewartet worden sind sie nie. Eine Compass-Weste und eine Kinderweste von Kadematic.

Vor ihrer Verwertung wollen wir ausprobieren, ob sie noch funktioniert hätten. Dafür werfen wir sie einfach in der Badewanne ins Wasser.


Die Ergebnisse sind erfreulich,  beide Westen funktionierten noch.  Die Compass löst sofort aus,  die Kadematic nach 13 Sekunden. Beide sind dabei so temperamentvoll,  dass das ganze Badezimmer vollgespritzt wird. Danach kommen beide Westen für 24 Stunden nach draußen.  Jetzt wollen wir wissen, ob sie die Luft auch noch halten. Auch dabei zeigen sie keine Schwächen und bleiben prall. 


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Juist muss sein

 

 

Nachdem es Ostern mit Schiermonnikoog so schön geklappt hat wollen wir auch Juist gleich zu Saisonbeginn besuchen. Die Gezeiten liegen passend, das Wetter soll angenehm werden.

Den ursprünglichen Plan, noch am Freitagnachmittag nach Borkum zu fahren, kippen wir. Das wäre unnötige Hetzerei und Borkum werden wir noch oft genug sehen.
Stattdessen gehen wir abends lieber gut essen. Im Hotel Termunterzijl kann man das, nicht nur nach niederländischen Maßstäben. Es ist auch für gehobene deutsche Ansprüche und Erwartungen uneingeschränkt zu empfehlen.

 

Am Samstag geht es mit dem ersten Licht und gerade noch genug Wasser unterm Kiel los.

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Ab etwa halber Tide sind die Leitdämme der Zufahrt nicht mehr unter Wasser und man erspart sich die kräftige Querströmung.

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Fünf Minuten minimaler Regen sind alles, was dieses verlängerte Wochenende uns an Niederschlag zu bieten haben wird.

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Der Wind passt genau für angenehmes Segeln.

Vor dem Wattenhoch Osterems müssen wir eine Zeit lang ankern. Die Tonnen liegen noch auf der Backe, also kein Durchkommen für uns.

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Nachdem sie dank der Flut aufgeschwommen sind reicht es bald auch für unseren Tiefgang und wir können weiter.

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Schon von weitem sehen wir durchs Fernglas fast keine Masten im Hafen von Juist. Stattdessen brettern viele Motorboote zur Insel.

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Im Hafen bestätigt sich der Eindruck, wir zählen 23 Motorboote und vier Segelboote. Das bedeutet in der Regel zumindest zeitweise eine gewisse Lautstärke und ganz allgemein ein anderes Flair als in einem von Segelbooten geprägten Hafen. Aber dem Segelverein als Betreiber des Hafens kann es wurscht sein, Hauptsache überhaupt Einnahmen. Schließlich haben sie durch das notwendige Entschlicken des Hafens jedes Jahr erhebliche Unkosten zu stemmen.

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Zunächst sieht es tiefenmäßig ganz nett aus, hier etwa zwei Stunden vor Niedrigwasser.DSC00328

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Nachdem der Wind von Nordwest auf Südost gedreht und kräftig zugelegt hat, fehlt ein halber Meter Wasser im Watt.

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Man kann dadurch die Unterschiede zur Situation vom vorigen Jahr gut sehen. Die Fotos  zeigen die Situation etwa eine Stunde vor Niedrigwasser.

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Der Steg an der Spundwand krängt bei Niedrigwasser.

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Vor der Zufahrt zum Hafen ist ein Drempel stehen geblieben, mit einem schmalen Durchlass in der Mitte.

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Im Fährhafen ist der Schlick in dem Bereich für Yachten und Plattbodenschiffe liegen geblieben. Auf Tiefe gebracht wurde offenbar nur der konkrete Bereich für die Fähren.

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Längs des mittleren Steges ist eine Art Rinne. Man sitzt mit der Mitte des Bootes quasi auf einem langgezogenen Buckel

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Das Eggenboot liegt noch im Hafen, vielleicht dreht es noch eine Runde…

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Im Ort beginnt gerade erst die Saison.

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Das Strandleben ist bei dem kalten und kräftigen Wind noch gedämpft.

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Wir erleben das Aufstellen des Maibaumes mit, ein örtliches Event.

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Auch folkloristische Einlagen dürfen nicht fehlen.

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Eigentlich wollten wir am Sonntag zurückfahren, aber Südost 6 hätte bedeutet, den ganzen Tag gegenan zu dieseln. Das wollen wir uns nicht antun.

Erst Montagnachmittag zu fahren wird zwar schon wieder zeitlich knapp, ist aber trotzdem die angenehmere Lösung. Da der Wind abnimmt und noch etwas östlicher dreht kommen wir wenigstens zeitweise zum Segeln.
Ab dem Wattenhoch bleibt der Wind rasch weg.

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Das Wasser á la Augsburger Puppenkiste hat immerhin den Vorteil, dass wir die Schweinswale schön beobachten können.

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Das Motoren gegen die starke Strömung der Ems ist ätzend, aber wir haben zeitlich keinen Spielraum.
Mit dem letzten Licht und gerade noch genügend Wasser unter dem Kiel kommen wir in Termunterzijl an, so wie wir auch abgefahren sind. Und zu Hause sind wir mal wieder erst um Mitternacht. Der Rückreiseverkehr blieb uns dadurch wenigstens erspart.


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Karnevalsflucht nach Bremerhaven

Dieses Jahr haben wir uns Bremerhaven für unsere Karnevalsflucht ausgesucht. Die Stadt hatten wir von früher als etwas heruntergekommen in Erinnerung. In letzter Zeit hörten wir von verschiedenen Seiten, dass Bremerhaven sich sehr positiv verändert hat und durchaus eine Reise wert ist.

Wir ziehen es mittlerweile fast immer vor, statt des Hotels eine Ferienwohnung zu mieten. Das passt besser zu unseren Gewohnheiten. Diesmal liegt die Wohnung in der siebten Etage des Columbus-Centers.

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Zu unseren Füßen liegt der Museumshafen, dahinter das Deutsche Schifffahrtsmuseum und die Weser. Rechts sieht man das Klimahaus und daneben das Geschäftszentrum Mediterraneo. DSC00334

Beides ist für uns trockenen Fußes durch die gläsern überdachte Brücke zu erreichen. DSC00341

Im untersten Geschoss ist das größte Einkaufszentrum der Stadt und das Parkhaus. Man ist vom Wetter unabhängig.

 

DSC00472Auch auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen zu sein ist kein Manko und es gibt eine Ärzte-Etage. Also auch ein Paradies für Rentner, allerdings sollten sie einiges auf der hohen Kante haben…

Im Mediterraneo wird außer üppigen Einkaufsmöglichkeiten auch Kultur geboten.

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Das Wetter spielt dieses Jahr leider nicht mit. Es ist regnerisch, windig und dadurch arg frisch. Für ausgiebige Spaziergänge reicht es trotzdem. So bekommen wir zumindest Eindrücke von Gebiet des Hafens und der näheren Umgebung.

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Man merkt, dass es sich hier um ein gelungenes großflächiges Gesamtkonzept (das Stadtviertel Havenwelten) handelt. Hafen, Wohnhäuser, Hotels, Gastronomie, Ausstellungen und Einkaufsmöglichkeiten passen weitgehend harmonisch zueinander.

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Wir sind überrascht, wie sehr man sich“an der See“ fühlt, nicht zuletzt durch die unübersehbaren Gezeiteneinflüsse.

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Der Kühlschrank bleibt bis auf die Kaffeemilch wieder leer, wir schauen was die örtliche Gastronomie zu bieten hat. Samstagabend ist es das Restaurant auf der Seute Deern. DSC00452

Als erstes stellen wir fest, dass wir besser reserviert hätten. Nicht wirklich überraschend. Wir bekommen noch einen Tisch im kleineren und einfacheren der beiden Gasträume. Die Decke ist mit Segeltuch angehängt, die Tische hängen an Tauen.

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Gelungenes maritimes Flair ohne Übertreibungen. Die meisten der sechs Tische sind von einer Gruppe vorwiegend älterer Männer besetzt, die wohl zusammen gehören und irgendeinen ausgeprägt maritimen Hintergrund haben. Einer steht nach dem Essen auf und erzählt ausführlich Döntjes aus seiner Jugendzeit als werdender Seemann. Offenbar gibt es auch ein Buch darüber und manche aus seiner Runde scheinen die Geschichten schon öfter gehört zu haben, nach ihrer Begeisterung zu schließen. Für uns passt das natürlich wunderbar in die Stimmung auf dem fast hundert Jahre alten Holzsegler. Das Essen ist ebenfalls sehr gut.

Zuvor hatten wir vormittags den Regen Regen sein lassen und waren ins Klimahaus gegangen. Diese Art von Präsentation ist offenbar nicht für“mal eben Eindrücke sammeln“ gedacht. Man sollte Zeit mitbringen und sich ernsthaft mit den angebotenen Informationsmöglichkeiten beschäftigen wollen. Für die zahlreichen Kinder ist es aber auch einfach ein wunderbarer Abenteuerspielplatz. Wir sehen uns alles eher oberflächlich an.

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Der Hubschrauber-Simulator hat Wartezeiten im Stundenbereich, man kauft eine Marke und weiß dann, wann man dran ist.

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Dieses Angebot und der Wetter – Vortrag scheinen am ehesten für Kinder ausgelegt zu sein. DSC00441

Am selben Tag gehen wir rüber ins Deutsche Schifffahrtsmuseum. Die Museumsschiffe sind während des Winters leider nicht zugänglich. Die Menge und Qualität der Ausstellungsstücke erschlagen einen immer wieder. Auch hier könnte man Tage verbringen.

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Am Wochenende ist leider die Bibliothek geschlossen. Die Kogge ist für einige Monate ebenfalls wegen Umbauarbeiten nicht zugänglich. Wir haben Glück, jemand hat vergessen, die Absperrungen zu schließen.

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Sonntagabend fahren wir zum Essen in den Fischereihafen. Wir schauen uns die Restaurants an, die sich aneinander reihen.

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Schließlich folgen wir der Empfehlung von Bekannten und kehren bei Fiedler ein. Volltreffer! Wir sind beide der Ansicht, schon ewig nicht mehr so gut Fisch gegessen zu haben. Natürlich stimmt auch das Ambiente. Immer wieder müssen wir daran denken, dass man für das gleiche Geld in Holland gerade mal zwei große Pizzen bekommen würde. Essen in Deutschland muss für Holländer das Schlaraffenland sein.

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Leider ist die Sicht nur nachts so schön klar.

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Am Rosenmontag steht Bremen auf dem Programm. Zunächst mit der Besichtigung des Hauptsitzes der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, kurz DGzRS. Die Führung dauert ungefähr anderthalb Stunden. Die Informationen sind recht allgemein gehalten. Die Gruppe besteht ausschließlich aus Seglern und deren spezielle Fragen können leider meistens nicht beantwortet werden.
Wir können einen ausgestellten Rettungskreuzer aus den 70-er Jahren besichtigen. DSC00577

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In die Werkstatthalle dürfen wir nur von außen einen Blick werden, denn es wird gerade an drei Booten gleichzeitig gearbeitet.

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Zum Abschluss gibt es denn Standard-Film der DGzRS zu sehen. Den hatten wir gerade im Schifffahrtsmuseum schon gesehen.

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Die Besichtigung der Zentrale war für uns und wohl die meisten anderen der Hauptgrund für die Besichtigung. Das gibt es jedoch nicht mehr. Unvernünftige Besucher hätten in der Vergangenheit immer wieder zu Störungen geführt, wurde zur Begründung angeführt. Das muss man akzeptierten, aber damit ist zumindest für uns so eine Besichtigung uninteressant. Schade, ein gezieltes Filtern der Besucher (z.B. keine Kinder) und klare Verhaltensansagen wären vielleicht eine Alternative gewesen. Zumindest ein fachkundiger  Führer, der Fragen konkret beantworten kann, hätte den Wegfall der Zentrale-Besichtigung  ohne weiteres ersetzt. Aber der Hauptteil der Besichtiger wird wohl aus Nichtseglern bestehen, die solche Bedürfnisse nicht haben.

Zum Abschluss haben wir uns Bremen mal wieder angesehen. Hier war es ein ganz normaler Montag und dementsprechend wenig los. Trotzdem ist es immer einen Bummel wert.

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Landgänge VI

 

Weiter geht es. Schon die Anfahrt sieht vielversprechend aus. Der erste Turm eines alten Gemäuers ragt über die Bäume, dahinter das beeindruckende Panorama der Alpen.

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Ich parke außerhalb der Altstadt und erkunde sie zu Fuß. Ich kann kaum glauben, was ich zu sehen bekomme. Diese Altstadt ist zum Verlieben! Obwohl ich von niederländischen Städten verwöhnt bin erobert sich die Altstadt von Colmar auf Anhieb den neuen ersten Platz auf meiner Altstadt-Skala.
Hier hat man viele Fehler anderer Städte vermieden, vor allem kein übermäßiges Plastik an den Fassaden, keine riesigen Firmenschilder, alles ist stimmig geblieben. Zudem ist die Bebauung offenbar nicht nur aus dem goldenen 17. Jahrhundert, sondern weitgehend noch älter.

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Als ob das einen nicht sowieso schon erschlägt gibt es auch noch ein Teil der Altstadt, der Petit Venice genannt wird, Klein Venedig.

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Ich denke, die Bilder sprechen für sich, was soll man das noch kommentieren.


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Landgänge V

Am letzten Wochenende will ich einen Abstecher in den „richtigen“ Schwarzwald machen, nur so zum Schauen und Eindrücke sammeln. Das Wetter soll sich passend entwickeln, was sogar stimmt. Nur auf den ersten paar Kilometern ist es noch nebelig, dann setzt sich die Sonne dauerhaft durch.

DSC00227DSC00229DSC00232DSC00234DSC00237DSC00239Ich fahre herum und sammele Eindrücke, mehr ist nicht geplant.DSC00240DSC00241

DSC00243IMG_3711IMG_3713Schnee findet sich nur noch an dauerschattigen Stellen.IMG_3715IMG_3716IMG_3718

 

Mein eigentliches Tagesziel soll jedoch Colmar im Elsass sein, deshalb halte ich mich hier nicht weiter auf.

Schon etliche Kilometer vor dem Rhein werden die Ortschaften in Stil und Architektur deutlich französisch angehaucht.

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Auf einigen Dächern brüten Störche, was ich als verbindliches Zeichen für den nahenden Frühling interpretiere. Es geht durch Weinbaugebiete und bald taucht Breisach auf. Wegen des Burgbergs, der die Stadt so schön überragt, kann ich nicht vorbeifahren, es ist mal wieder ein Schlenker fällig.

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Der Aufstieg ist hier komfortabel, die Straßen nicht besonders eng und buckelig.

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Die Burg lag bis zur Rheinbegradigung zu Napoleons Zeiten im Rhein. Auf dem Berg liegen das spätmittelalterliche Münster und andere historische Bauwerke aus den folgenden Jahrhunderten.

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Man hat einen wunderbaren Blick rundherum, Richtung Schwarzwald, Alpen und Frankreich.
Zu Füßen des Berges fließt der Rhein, hier beruhigt durch ein System von Wehr und Schleuse.

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Der gegenüber liegende Eckartsberg lässt noch ansatzweise erkennen, dass auch er einmal Standort von Burg und Kloster war.

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Dieses Schild kommt mir irgendwie zukunftweisend vor…

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