S.Y. Brynja´s Blog

Schlendern unter Segeln


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Vergleich von fünf Navi-Apps

Kurz vor Saisonstart steht mal wieder die Entscheidung an, welche Navi-App wir in der kommenden Saison benutzen. Wichtiges Kriterium ist neben brauchbarer Darstellung und möglichst zuverlässiger Aktualität die Fähigkeit, AIS/NMEA darzustellen.

In die engere Auswahl gekommen sind

  • – openCPN mit o-charts
  • – iSailor
  • – iNavX mit Navionics-Karten
  • – NV-App (da habe ich westl. Ostseeund südl. NL nicht )
        • – WinGPS mit Deutschen Sportbootkarten bzw. NL 1800er (da habe ich Ostsee nicht).
  • Dies ist keine Marktübersicht, es gibt natürlich noch mehr Apps, die aus unterschiedlichen Gründen nicht für uns in Frage kommen.

 

Zum Vergleich habe ich Screenshots einiger Häfen gemacht, nicht alle wirklich prominent.

OpenCPN bietet die Möglichkeit, bei Netzempfang einfach auf GoogleEarth umzuschalten, um sich Details anzusehen.

Die Navionics-Karten haben teilweise sehr detaillierte Darstellungen auch kleiner Häfen, sind aber nicht gerade für Aktualität und Zuverlässigkeit berühmt.

o-charts und iSailor geben im Wesentlichen einfach die amtlichen Karten wieder und sind daher im Grunde genommen recht ähnlich. Bei OpenCPN kann man allerdings fast alles nach Wunsch einstellen, bis hin zu Schriftgröße, Symbolgröße usw.

 

 

Kieler Förde

 

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Kiel, Hafen Düsternbrook

 

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Schleimündung bis Port Olpenitz

 

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Hallig Hooge

 

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Hooge

 

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Hooge detailliert

 

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Helgoland

 

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Helgoland, Südhafen

 

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Spiekeroog

 

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Termunterzijl

 

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Vlissingen, de Ruyter-Hafen (ohne iSailor)

 

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Da mag sich nun jeder seinen Favoriten selbst bestimmen.

 

Grundsätzliches zu diesem Thema:

https://sybrynja.wordpress.com/anmerkungen/zur-navigation-mit-pc-und-tablet-2/


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Schnipsel

Aus gegebenem Anlass habe ich Erinnerungen zum letzten Sommerurlaub zusätzlich zur Chronik noch barrierefrei zusammengeschustert.

Sinn der Sache ist die Verfügbarkeit für liebe Menschen, die nicht mehr so viel lesen können. Deshalb gibt es ein paar Erläuterungen für Nicht-Segler.

Weil das Material nicht für diesen Zweck gemacht war sollte man keine hohen qualitativen Ansprüche haben.

Vielleicht hat die eine oder der andere auch Spaß daran.

https://youtu.be/Ngtd9Ed_vpo


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Die Tage werden wieder länger…

…der Weihnachtsbaum steht kurz vor dem Abtakeln.

Jetzt darf die Vorfreude aufs Segeln konkreter werden.

Bald haben wir dafür mehr Zeit. Deshalb sichten wir mal, was mit den Jahren so an Revierführern zusammengekommen ist.

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Es wird auch mal wieder Zeit, sich mit dem Thema Navi-Software zu beschäftigen. Für den Vergleich müssen alle passenden Displays ran.

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Die Überraschung ist für mich, dass OpenCPN jetzt mit den oeSenc-Karten eine sehr interessante Alternative ist. Von den Funktionen und Möglichkeiten her eindeutig führend locken auch die niedrigen Preise. Leider gibt es außerhalb der deutschen Gewässer noch keine Ostsee-Karten außer Schweden. Der Austausch mit den Entwicklern ist super und auf deutsch.

Navionics arbeitet immer noch am geschmeidigsten, ist aber von der Aktualität her unzuverlässig wie eh und je. Immerhin reagieren sie jetzt zügig auf Anregungen. Nach meinem Hinweis, dass der Windpark zwischen Lemmer und Urk seit drei Jahren fehlt, reagierte die Firma innerhalb von zwei Wochen. Es gab sogar eine Vollzugsmeldung (englisch). Allerdings hapert es bei anderen wichtigen Stellen immer noch. AIS fehlt immer noch, soll aber als Layer für iAIS möglich sein.

WinGPS ist für die niederländischen Gewässer nach wie vor der Maßstab, aber teuer. Die Tablet-Version ist immer noch mager, da tut sich nicht viel. Der Support ist telefonisch sehr nett (deutsch), per Email belanglos (englisch).

Die deutschen Karten werden leider nicht so gut aktualisiert wie die niederländischen.

iSailor ist immer noch die preiswerteste Lösung, schon wegen der lebenslangen vierteljährlichen Updates. Die Android-Version hinkt traditionell etwas hinter der Apple-Version her, was einige Funktions-Details angeht.

Die NV-Karten und ihre Software sind für alles ausreichend, zumal gratis bei den Papierkarten enthalten.


Ein Kommentar

Besuch in Helsinki

Damit wir unsere Enkel nicht aus den Augen verlieren haben wir den Herbsturlaub diesmal als Helsinki-Trip gestaltet. Ein Teil unseres Nachwuchses ist dorthin gezogen.
Mit der Bahn nach Düsseldorf klappt es reibungslos, wir hatten aber wegen aktueller schlechter Erfahrungen reichlich Zeitpolster eingeplant. Der Flug im Dunkeln ist ereignislos. Erst im Sinkflug haben wir fast zuletzt freien Blick auf eine Stadt, es dürfte Tallinn gewesen sein.

20171025_001232-2Die öffentlichen Verkehrsmittel im Großraum Helsinki erweisen sich als gut und transparent organisiert, mit der Bahn und zu Fuß sind wir spät abends am Ziel. Englisch spricht hier praktisch jeder.
Es ist deutlich kälter als zuhause, knapp über Null.

Am nächsten Tag scheint die Sonne und lockt uns zur ersten Stadtbesichtigung. Laut Wetterprognose soll es der einzige sonnige Tag sein, das muss man ausnutzen!

Die Universität ist unter anderem auch teilweise in schönen alten Gebäuden untergebracht.20171025_121331-2

Die finnische Nationalbibliothek.

20171025_121326-2Das Senatsgebäude, heute Regierungsgebäude.

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Die lutherische Domkirche ist frisch herausgeputzt zum Lutherjahr. Bei diesem Wetter strahlt dieses inoffizielle Wahrzeichen Helsinkis förmlich. Innenbesichtigungen heben wir uns für schlechteres Wetter auf.20171025_121859-2

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20171025_121930-220171025_131046-2Das Ständehaus.

20171025_132701-2Die architektonischen Zeugnisse von Helsinkis und damit weitgehend auch Finnlands Geschichte konzentrieren sich auf ein relativ kleines Gebiet der Stadt. Zu Fuß kann man alles erreichen.

Abends beginnt es zu schneien und am nächsten Tag ist Winter.

20171026_100330-2Hierzulande ist man darauf eingerichtet, auch so früh im Jahr schon. An vielen Eingängen gibt es die Möglichkeit, seine Schuhe vom Gröbsten zu reinigen.

20171026_111140-2Die ersten Autos haben schon Spikes-Reifen drauf, das kennt man bei uns gar nicht mehr.

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In der Innenstadt geht der Schnee leider vorübergehend in Schneeregen und Matsch über.20171026_123055-2Die Segelsaison scheint weitgehend vorbei zu sein.20171026_122602-2Helsinki erweist sich als Hauptstadt der Pfützen! Irgendwie scheint es bei dem felsigen Untergrund nicht so einfach mit der Drainage zu sein.

20171026_122528-2Zum Glück nehmen Bus- und Autofahrer darauf weitestgehend Rücksicht und versuchen, einen nicht zu bespritzen.

20171026_150440-2In der Innenstadt und einigen anderen Arealen Helsinkis  sind Drohnen unerwünscht.

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Es gibt viele wetterunabhängige Möglichkeiten zum Einkaufen, Essen gehen, usw. 20171026_134854-220171026_135243-2

Sobald wir aus der Innenstadt in die etwas höher gelegenen und weiter vom Wasser entfernten Stadtteile kommen ist wieder Winter.

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Der nächste Tag lässt sich vom Wetter her zunächst auch noch winterlich an.20171027_082354-220171027_113902-2

Dieses Monument ist aus alten Autoreifen zusammengebogen.20171027_120436-2Wir fahren auf die Insel Seurasaari. Hier sind historische Holzhäuser aus ganz Finnland aufgebaut.

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Außerdem sind die Vögel und Eichhörnchen besonders zutraulich.

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Das Winterwetter weicht zusehends zurück. Leider wird es durch Dauerregen ersetzt. Nach dem Kaliber der Fallrohre zu schließen ist das hier nicht ungewöhnlich. Es passt auch zu den Pfützen.

DSC02109-2Viele Gehwege sind noch im ursprünglichen Zustand, aber Gummistiefel sind hier eh angesagter als High Heels.

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Ich habe einen Tag für mich und mache eine ausgiebige Erkundungstour abseits der bisherigen Routen. In einer Hand den Schirm, in der anderen die Kamera. An der Wasserfront brauche ich allerdings beide Hände für den Schirm. Vieles davon würde ich auch gerne mal bei schönem Wetter sehen.

Mitten in einem alten Viertel liegt die Felsenkirche, in den Fels hinein gesprengt.

DSC02130-2Leider öffnet sie erst in zwei Stunden für Besucher.

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Da bin ich schon an einer anderen Kirche, der Uspenski – Kathedrale. Schade, die hat für Besucher gerade geschlossen…DSC02204-2

Also schaue ich wenigstens mal in die Domkirche rein und finde sie unerwartet schlicht.

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Natürlich zieht es mich auch zu den Häfen, wo es mächtig windig ist. Kein Vergleich allerdings mit dem Sturm, der zur selben Zeit Norddeutschland strubbelig macht.

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In den Häfen für die Sportboote ist kaum noch etwas los. Ich sehe nur einen einzigen aktiven Segler.

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Man sieht gut den Schärencharakter der Küste, sicher nicht immer einfach für das Navigieren.

DSC02168-2DSC02178-2Die Liegemöglichkeiten mitten in der schönen Altstadt beziehungsweise in noblen Quartieren sehen verlockend aus. Für einen Sommertörn allerdings!

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In Helsinki sind etliche Filme gedreht worden, die angeblich in Russland spielten. Die Architektur zeigt auch in vielen Vierteln starke Ähnlichkeiten.DSC02108-2DSC02132-2DSC02188-2DSC02190-2Auch den passenden Friedhof gibt es dazu.

DSC02143-2In diesem unscheinbaren Gebäude ist die Sibelius Akademie, unter anderem Quelle von interessantem Jazz, beispielsweise dem Trio

Mopo: Tökkö

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Kultur scheint einen hohem Stellenwert im öffentlichen Raum zu haben. Natürlich werfen die diversen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Staates Finnland überall ihre Schatten voraus.

DSC02123-2Es gibt mehr zu sehen, als ich hier auf die Schnelle beschreiben kann.

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Bei besserem Wetter wäre auch das Leihen eines der überall präsenten Fahrräder eine Option gewesen.DSC02208-2

Zum Abschluss des Tages gönne ich mir einen einheimischen Burger

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und dann geht es mit den wirklich guten Bussen zurück. Die halten übrigens nur, wenn man ihnen als Wartender an der Haltestelle ein Handzeichen gibt!DSC02116-2

Am Sonntag ist der morgendliche Blick aus dem Fenster trist. Keine Spur von Winter mehr.20171029_080740-2Da fällt es etwas leichter, wieder nach Hause zu müssen. Diesmal fliegen wir nachmittags 20171029_163919und haben etwa ab Gotland Bodensicht. So können wir uns schon mal die ostschwedischen Schären ansehen, die auf unserer seglerischen Wunschliste stehen.DSC02298-2Bald sind wir über vertrauten Gegenden.

20171029_183418Die Landung ist wegen des noch kräftigen Windes moderat rumpelig. Allerdings hat die Bahn wegen des Sturmes wieder vorsorglich die Flügel gestreckt. Gefühlt war das früher anders.
Unser ICE ist abgesagt und wir bummeln mit Regionalzügen nach Hause. Sitzplätze werden gemeinhin überschätzt, Stehen ist sowieso viel gesünder!

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Rolle rückwärts

Wir werden das Boot zur Saison 2018 verkaufen.

Unsere Planungen für die Ruhestandszeit mussten wir den gesundheitlichen Realitäten anpassen.

Da ist ganz viel Wehmut bei, denn dieses besondere Boot war genau richtig für uns. Aber die Alternative wäre der Verzicht auf einen Ruhestand unter Segeln.

Nun hat sie erstmal in der Halle ihre Winterruhe.

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Wir werden uns also auf ein kleineres, leichteres und für jeden von uns beiden einhandtaugliches Boot zurückbesinnen.
Außerdem werden es vorwiegend weniger anspruchsvolle Fahrtgebiete werden.