S.Y. Brynja´s Blog

Schlendern unter Segeln


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Spätsommerwochenende

Dieses Wochenende grenzt die Wettervorhersage an Nötigung. Wie sehen uns förmlich gezwungen, segeln zu fahren.

Der Freitag ist windmäßig zunächst arg lustlos. Wir fahren einfach mal los. Weil das IJsselmeer auf Augsburger Puppenkiste macht ( für die noch jüngeren: Plastikfolie simuliert Meeresoberfläche)

nehmen wir Kurs auf das nächstgelegene Ziel, Urk.

Trotz aller Geduld geht irgendwann gar nichts mehr und wir müssen ein Stündchen motoren. Die Alternative Umkehren gefällt uns noch weniger.

Selbst das Wegschneiden kleinster Fusseln kann die Segel nicht mehr optimieren.

Holländisches Doping ist immer gut.

Zuletzt wird es doch noch schönes Segeln.

Gleich hinter dieser Borussia-Boje liegt Urk.

Auf Urk sind die Bauarbeiten weiterhin im Gang, der Zeitplan wird allerdings nicht zu halten sein.

Die kitschigen Sonnenuntergänge sind hier eine Zumutung.

Samstag wollen wir weiter nach Enkhuizen. Es hat den Zuschlag vor anderen Zielen erhalten, weil Regine mich mit der Aussicht auf Kuchen aus einer bestimmten Konditorei lockt. Ich bin ja so leicht zu beeinflussen…

Weil der Wind (satte drei Windstärken!) fast genau von achtern kommt kreuzen wir mit ganz flachen Schlägen vor dem Wind. Sportlicheres Segeln passt gerade nicht in die Bordstimmung.

Bei der Annäherung an Enkhuizen sehen wir weit draußen auf dem IJsselmeer verdächtig viele weiße Zipfelchen.

Die wollen doch wohl nicht alle ebenfalls nach Enkhuizen? Wir segeln jedenfalls bis unmittelbar vor den Hafen

und finden zur Belohnung gleich einen Wunschplatz im Buitenhaven, mit guter Aussicht auf das zu erwartende Hafenkino.

Tatsächlich füllen sich die Häfen von Enkhuizen in ungewohntem Tempo. Alle wollen wohl dieses fabelhafte Wochenende ausnutzen. Abends sind wir nicht mehr allein, sondern ein Sechserpäckchen. Der ganze Buitenhaven ist mit Päckchen gespickt.

Zusammen mit zwei anderen Crews gehen wir abends beim vielgelobten Thai am Oude Haven essen. Leider ist es diesmal nicht begeisternd, lange und nicht nachvollziehbare Wartezeiten, das Essen durchschnittlich. Hoffentlich haben wir nur einen schlechten Tag erwischt.

Auf dem kleinsten unserer Boote gibt es noch den geradezu traditionellen Absacker.

Das Boot ist so klein, dass sich bei ihm als einzigem im Hafen kein Päckchen gebildet hat.

Der nächste Morgen lockt mit einem schönen Sonnenaufgang.

Bald wird es hier hektisch werden, wenn alle gleichzeitig aufbrechen.

Wir warten ab, bis es wieder schön warm ist.

Dann gibt es nochmal einen perfekten Sommersegeltag.

Viel zu schnell sind wir wieder in Lemmer.


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Lustsegeln

Fr., 30.08.2019, 10.20-15.00

Stavoren-Urk, 24 sm

Es soll ein Wochenende mit schönem Wetter werden. Das nutzen wir, um noch ein bisschen Segelspaß zu haben. Unsere Ziele richten wir einfach dem Wind.

Klaus ist schon früh aufgebrochen, für ihn ist es nur noch die Zielgerade.

Heute segeln wir nach Urk, mit SW 3-5 ein reines Vergnügen bei schönem Sommerwetter. Vorher haben wir noch eben getankt.

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Borkum

So., 25.08.2019, 08.20-15.40

Norderney-Borkum, 32 sm

Das ist nicht unser Tag. Wir laufen durch den Schluchter aus und finden wieder alte Dünung vor, aber kaum Wind. Wiederholte Segelversuche halten meist nicht lange vor. Von mehr als sieben Stunden Fahrt motoren wir viereinhalb und das kann ich überhaupt nicht leiden!

Klaus kommt mit seiner Maris deutlich besser zurecht, Winde bis Stärke drei sind ihre Domäne. Vielleicht hätte ich doch mit dem Furlström (großes buntes Leichtwind-Segel) experimentieren sollen.

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